Geschichte des Museums
Das Museum des Landkreises Schönebeck wurde im September 1924 gegründet.
Die Gründungsinitiative ging von der Gesellschaft für Vorgeschichte und Heimatkunde
aus.
Die ersten Pläne sahen vor, möglichst vielfältige Sammlungsbestände zur
Dokumentation der näheren Heimat zusammenzutragen. Infolge reger Spendenfreudigkeit der
Bevölkerung und zahlreicher archäologischer Notbergungen konnte innerhalb weniger
Jahre eine wertvolle Sammlung angelegt werden, die auch heute noch den Grundstock der Museumsarbeit bildet.
Die Sammlungen befanden sich im Dachgeschoß der Pestalozzi-Schule, der heutigen Karl-Liebknecht-Schule.
Bereits in den ersten Jahren nach der Museumsgründung wurden thematische Sonderausstellungen
gestaltet, um die reichen Bestände der Bevölkerung zeigen zu können.
Großen Anteil an der schnellen Entwicklung des Museums hatte Wolfgang Wanckel, Schönebecker Schiffsreeder und Hafenbesitzer. Er schuf erste Voraussetzungen für eine zielgerichtete Forschungsarbeit, betrieb Biberforschung und legte eine volkskundliche Sammlung an.
Besondere Verdienste erwarb sich W. Wanckel durch zahlreiche archäologische Ausgrabungen, insbesondere in der ehemaligen Welsleber Kiesgrube. Hier fand er auch das äußerst seltene Exemplar eines Wasserbüffels.
Ihm zu Ehren wurde dieser Fund benannt: Buffelus wanckeli.
Bei Barby legte er ein jungsteinzeitliches
Gräberfeld frei. Bei Schönebeck ergrub er ein Gräberfeld der Völkerwanderungszeit (Thüringer) mit über 20 Bestattungen sowie mehreren Pferdebestattungen und dem wertvollsten
Fund des Museums, der Grabbeigabe eines Edelmetallschmiedes.
Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden zunächst einige Sonderausstellungen in Schönebeck
gezeigt.
Für die inzwischen zu einem riesigen Fundus angewachsenen Bestände mußte jedoch ein geeignetes Gebäude gefunden werden. 1954 wurde das ehemalige Rathaus in Salzelmen - ein prächtiger Renaissancebau - zur Einrichtung eines Museums zur Verfügung gestellt.
Die reichen Sammlungsbestände ermöglichten die Gestaltung interessanter Ausstellungsräume. Eine besondere Attraktion stellte die Gestaltung der Binnenschiffahrtsausstellung im ehemaligen Ratssaal dar. Später erfolgte die Gestaltung der Ur- und Frühgeschichtsausstellung. Auch eine kleine Naturkundeausstellung konnte den Besuchern gezeigt werden. Die meiste Ausstellungsfläche nahm der Abschnitt zur Kulturgeschichte und Geschichte des Landkreises ein. Durch zahlreiche Sonderausstellungen ist das Museum für die Menschen aus Schönebeck und Umgebeung, wie den vielen Kurgästen ein willkommenes Ausflugsziel