Die Sammlungen

Charakteristisch für das Museum Schönebeck ist eine sehr umfangreiche und vielfältige Sammlung. Allein die Ur- und Frühgeschichtssammlung umfaßt etwa 10.000 Objekte.
Nur etwa ein Siebentel der musealen Sachzeugen kann der Besucher in den Ausstellungsräumen sehen. Durch Schenkungen, Tausch und Ankauf wird der Fundus jährlich entsprechend einer Sammlungskonzeption erweitert. Die Militaria-Sammlung ist recht umfangreich und enthält neben einer Vielzahl von Hieb- und Stichwaffen sowie Schußgeräten vom 16. bis 20. Jahrhundert einige seltene und kunsthandwerklich hervorragende Einzelstücke. 
Von sehr großer Vielfalt ist die Sammlung der Malerei und Grafik. Aus der Barockzeit stammen die Gemälde der Pfänner, Gemälde der Schönebecker Saline und sakrale Ölgemälde. Holzschnitte und Kupferstiche (u.a. von M. Merian) zeigen Darstellungen unserer Gegend. 
Ölbilder und Stiche aus dem 19. Jahrhundert dokumentieren ebenfalls unsere Heimat. Hinzu kommen romantische Darstellungen. Wichtigsten Sammlungsbestand der Angewandten Kunst bilden Ölgemälde, Plastiken, Grafiken und hunderte Studien der beiden Schönebecker Schwestern Annemarie und Katharina Heise.
Bereits vor dem ersten Weltkrieg unternahmen sie gemeinsame Studienreisen, z.B. nach Paris. Besonders Katharina Heise (Pseudonym: Karl Luis Heinrich Salze) wurde durch Holzschnitte in der Zeitschrift "Die Aktion" bekannt. 1917 wurde sie auf Anraten von Käthe Kollwitz, mit der sie befreundet war, Bildhauerin.
Katharina Heise gehörte zu den Vertretern des deutschen Expressionismus. Von 1933 bis 1945 galt ihre Kunst als "entartet", und sie erhielt keine Aufträge.
Seit 1942 lebte sie in Schönebeck, wo sie einen kleinen Künstlerkreis um sich sammelte. 
Einen weiteren bedeutenden Sammlungsbestand bilden die Ölbilder, Studien und Plastiken des bekannten Tiermalers Ernst Zehle (1876-1940). Immer wiederkehrende Motive sind der Elbebiber und der Elbauenwald. 
Weiterhin verfügt das Museum über eine vielfältige Naturkunde-Sammlung. Wegen der begrenzten Ausstellungsfläche ist immer nur ein kleiner Teil der Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich. Zur Sammlung gehören Fossilien, Mineralien, Muscheln, Insekten, Herbarien sowie Stopfpräparate von Tieren aus den unterschiedlichsten Regionen. 
Von großer Vielfalt ist die Sammlung der Gebrauchsgegenstände und Volkskunde. Sie umfaßt Gegenstände vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Zum Sammlungsgebiet gehören Gegenstände aus Glas, Porzellan, Zinn, weiterhin Textilien, bäuerliche Sachzeugen und viele technische Geräte. 
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